Neues Studio von Roelfien Vos: Räume zum Denken, Erschaffen und Wohlfühlen

Iserlohn, 20. Oktober 2026

Eine Fülle von Farben, Texturen und subtilen Details: Die niederländische Innenarchitektin und Designerin Roelfien Vos hat sich und ihrem Team eine neue Wirkstätte geschaffen. Im Patch22, einem preisgekrönten Holzgebäude im Norden Amsterdams, sind auf zwei Etagen Büroräume entstanden, die eher einem exklusiven Apartment ähneln als einem typischen Arbeitsplatz. In den Bädern: eine individuelle Variante der neuen Dornbracht-Armatur Coya.

Ganzheitliches Kreativumfeld
Das neue Studio erstreckt sich über eine Fläche von rund 350 Quadratmetern und wurde als ganzheitliches Kreativumfeld konzipiert, das neben Arbeits- und Loungebereichen, Bädern und Küche auch ein Creative Lab und eine Materialbibliothek umfasst. Die Farb- und Materialpalette ist dabei genau wie die offen gehaltene Raumstruktur so gestaltet, dass sie den Stil des Interior Studios unmittelbar widerspiegelt. „Ein zeitgemäßes Büro fühlt sich für mich idealerweise überhaupt nicht wie ein Büro an“, beschreibt Roelfien Vos ihren Ansatz. Für die Designerin, die vor allem für ihre maßgeschneiderten High-End-Interieurs bekannt ist, steht vielmehr im Vordergrund, die Umgebung genau an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten. „Keinesfalls wollte ich einer standardisierten Unternehmensformel folgen“, so Vos. „Ein Büro soll inspirieren, zur Kreativität anregen und Raum zum gemeinsamen Denken und Erschaffen geben.“

Vielschichtige Materialpalette
Im Eingangsbereich werden Besucherinnen und Besucher von einer weißen Sofalandschaft empfangen, die gemeinsam mit einem langflorigen, bernsteinfarbenen Teppich ein einladendes Ensemble bildet. Direkt gegenüber befindet sich ein Tisch mit ausgestellten Materialien: Hier können Stoffe, Natursteine und Metalle begutachtet werden, die nicht nur das umliegende Ambiente, sondern auch die übrige Arbeit von Vos prägen. „Materialien haben einen sehr starken Einfluss darauf, wie wir einen Raum erleben“, erklärt die Innenarchitektin. „Gerade in einem mit kreativer Arbeit beschäftigten Studio sollten sie die Sinne anregen, ohne abzulenken.“

Dieser Grundsatz gilt auch für die anderen Räume, wo eine vielschichtige Materialauswahl voller Texturen und subtiler Gegensätze auf gedämpfte Farben trifft. So ist Roelfien Vos‘ eigenes Büro in einem ruhigen Lindgrün gehalten, das von dunklen Hölzern und expressiv gemusterten Teppichen sowie Vorhängen akzentuiert wird. Einzelne Designobjekte wie eine in Federn gehüllte Leuchte verleihen der Raumgestaltung zusätzliche Markanz.

Im Gästebad wurde ebenfalls auf warme, ausgewogene Kontraste gesetzt. Fronten in einem satten Bordeauxton harmonieren hier mit sandig hellen, rötlich gemaserten Flächen aus Travertin. Die individuelle Variante der Armatur Coya, die durch Dornbracht Atelier realisiert wurde, greift genau dieses Zusammenspiel auf: Die Oberfläche in Dark Bronze gebürstet zitiert das tiefbraune Waschbecken, während eigens angefertigte Griff-Inlays aus Travertin exakt auf Waschtisch und Wände abgestimmt sind.

Workspace trifft Wohnlichkeit
Beide Etagen verbindet eine helle Treppe, die zur Fensterfront hin von einem kunstvoll minimalistischen Bronzegeländer begrenzt wird. Im Obergeschoss geht die Raumarchitektur in einen offenen Arbeitsbereich mit Schreibtischplätzen über. Ergänzt wird er von mehreren Lounge-Ecken und einem gemeinsamen Pausentisch, was die wohnliche Anmutung unterstreicht. „Im eigentlichen Workspace sind Komfort und Wohlbefinden entscheidend“, erläutert Roelfien Vos. „Über die rein visuelle Gestaltung hinaus spielten Akustikplanung und Luftqualität deshalb eine wichtige Rolle.“ Dennoch gibt es Kompositionen, die besonders ins Auge fallen: Dazu gehört etwa das nadelgrüne Kanapee samt Tropenpflanzen und ein an Moosbewuchs erinnerndes Wandkunstwerk.

Das Team-Bad beeindruckt durch seine ausgefallen edle Ästhetik. Auffälligstes Merkmal sind die Wände mit ihrem goldenen, labyrinthisch angelegten Muster und ein runder, von filigran geflochtenem Bast umrahmter Spiegel. Die neue Dornbracht-Designserie Coya fügt sich souverän ein: Die Oberfläche in Dark Brass gebürstet komplettiert den Travertin des Waschtisches auf unaufgeregte, elegante Weise. Auch in der Dusche tragen die Coya- Bedienelemente gekonnt zur Klarheit und Ruhe des Baddesigns bei.

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